Laboranlage für einen Lackhersteller – April 2019

Florian Atzberger, Mechanische Konstruktion

Zu Beginn möchte ich euch einen kurzen Einblick in meinen bisherigen Werdegang geben: Nachdem ich meine Ausbildung zum Industriemechaniker abgeschlossen hatte, wechselte ich zur Firma ASIS wo ich anfangs als Monteur und später als Baustellenleiter und Inbetriebnehmer arbeitete. Vor einem Jahr habe ich meine Weiterbildung, zum Handwerksmeister Feinwerkmechanik/Maschinenbau, beendet und arbeite seitdem als Konstrukteur.

Eines meiner letzten Projekte möchte ich euch hier vorstellen und einen kurzen Überblick über die Umfänge geben:

Es handelt sich hierbei um eine Laboranlage für einen weltweit führenden Lackhersteller. Aus diesem Grund muss die Anlage nicht nur für den europäischen, sondern auch für den amerikanischen und asiatischen Raum geeignet sein, dies macht das Ganze zu einer noch größeren Herausforderung in der Planungsphase.

Die Besonderheit der Lacktestanlage für uns als Firma ASIS ist, dass diese nicht mit einem Roboter, sondern mit einem Mehrfachachssystem ausgestattet ist.  Des Weiteren spielt nicht nur die Funktion, sondern auch die Optik eine sehr große Rolle, da die Anlage später im Kundenbereich aufgestellt wird. Der Lack kann durch ein Multi-Schnellwechselsystem mit fast jedem Zerstäuber, sowohl Hochrotationszerstäuber, als auch mit Pneumatikpistolen auf die Testbleche aufgetragen werden.

Um einen besseren Auftragswirkungsgrad (>90%) zu erreichen, wird der Lack unter Hochspannung (80-100kV) gesetzt und dadurch vom geerdeten Lackierblech angezogen.

Vorteile, die sich dadurch ergeben, sind:

-weniger Lackverbrauch

-weniger Overspray (Lack, welcher das Lackierblech nicht erreicht)

-Einsparung von Beschichtungszeit

Was mir persönlich am meisten Spaß an meiner Arbeit macht, ist die Abwechslung innerhalb der Projekte, jede einzelnen Anlage, welche wir planen, montieren und in Betrieb nehmen ist individuell auf den Kunden abgestimmt und birgt seine eigenen Herausforderungen . Vor meiner Zeit bei ASIS hätte ich nie gedacht, dass ich die ganze Welt bereise um Meetings mit Geschäftsführern, Ingenieuren und Anlagenbedienern zu halten.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in den Alltag bei uns vermitteln, aber jetzt muss ich zu unserem firmeninternen Maibaumfest 😉