Mobile Toggle

Von der Praxis in die Theorie

Dorothea Oberhofer, Planung und Projektierung

Nach meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik begann ich im Jahr 2014 meinen beruflichen Werdegang bei der ASIS GmbH.

Mein erstes Projekt in der Welt der Automatisierungstechnik war der Voraufbau einer Messzelle, welche später in den USA installiert wurde. Diese Anlage besteht aus zwei Robotern, welche auf Rails montiert sind. Mit den Messaufsätzen am Roboter wird die Struktur, Schichtdicke und der Farbton der lackierten Karossen überprüft.

Nicht nur der Voraufbau in der Werkstatt gehörte zu meinen Aufgaben, auch der Schaltschrankbau und die Montage bei den Kunden im In- und Ausland.

Im Laufe der folgenden zwei Jahre habe ich an vielen spannenden Projekten, wie beispielsweise einer Lackieranlage in Peking oder einer Pulverkabine in Spanien, gearbeitet.
Im Jahr 2016 entschied ich mich für einen Wechsel von der praktischen Arbeit in der Werkstatt, in die überwiegend theoretische Arbeit in der elektrischen Hardwarekonstruktion. Aus diesem Grund besuchte ich die nächsten zwei Jahre die Technikerschule in Straubing, um mein Fachwissen zu vertiefen.

In der Hardwarekonstruktion angekommen, erlernte ich als erstes das Programm EPLAN, mit dem alle unsere Pläne gezeichnet werden. Danach folgten die ersten eigenen Projekte, von kleinen Umbauten der Verfahrenstechnik oder Fördertechnik, bis hin zu ganzen Lackieranlagen.

Der Ablauf ist ähnlich. Alles beginnt mit einem Kick Off Meeting, in dem das Projekt und der zugehörige Terminplan dem ganzen Projektteam vorgestellt wird. Im Anschluss kann die eigentliche Planungsarbeit starten. Die benötigten Informationen und Vorgaben findet man im Lastenheft vom Kunden. In Zusammenarbeit mit der mechanischen Konstruktion werden die benötigten Motore und Abfragen ausgewählt, welche vom konstruierten Schaltschrank versorgt bzw. ausgewertet werden. Sobald der Plan fertig gezeichnet ist, werden die benötigten Komponenten, sowohl für den Schaltschrank, als auch für die Montage vor Ort bestellt und die Beschriftung in Auftrag gegeben. Zum Schluss müssen noch Checklisten, Protokolle und Stücklisten erstellt werden. Auch der Anlagen- und Personenschutz darf nicht vernachlässigt werden, deswegen wird das am Anfang erstellte Sicherheitskonzept am Ende mit Berechnungen validiert.

In meinem aktuellen Projekt wird eine bestehende Roboterzelle, welche automatisiert Stopfen in die Karossen setzt, um eine Pad Klebestation erweitert. Hierzu muss auch der Applikationskopf angepasst werden. Des Weiteren soll ein neuer Schaltschrank konstruiert werden, in dem alle bisherigen Teile der Anlage vereint werden. Um eine bessere Taktzeit zu erreichen, müssen außerdem vorhandene Antriebe und Initiatoren der Fördertechnik angepasst werden.

Da der Einsatz der Automatisierungstechnik immer vielfältiger wird, freu ich mich schon auf die nächsten interessanten Projekte.

Januar 2021